ARD wiederholt Knut-Dokus nach Todesfall
Der Tod des Tierpflegers Thomas Dörflein richtet noch einmal die Aufmerksamkeit der Medien auf den Eisbären, der vor rund zwei Jahren die Nation verzückte und auch international für Aufsehen sorgte. Auch Das Erste ändert anlässlich des Todes Dörfleins sein Programm.

Zusammen mit seinem «Ziehvater», dem Tierpfleger Thomas Dörflein, grüßt Eisbär-Baby Knut bei seinem erstem öffentlichen Auftritt im Berliner Zoo (Archivfoto). Der 44-jährige Dörflein ist tot.
Am Freitag dieser Woche zeigt die ARD daher anstatt einer weiteren Folge ihrer Zoo-Doku “Elefant, Tiger & Co.” um 16:10 Uhr die Dokumentation “Knut, das Eisbärenbaby und Thomas Dörflein, der Bärenvater” von Daniel Remsperger. Die entfallene Folge der Doku-Reihe wird am folgenden Montag nachgeholt. Die weiteren Folgen werden entsprechend geschoben.
Auch der RBB wird sich am Freitag-Abend noch einmal des Themas Knut annehmen. Anstatt der geplanten Filme “Panda, Gorilla & Co.”, sowie “Die zehn ältesten Tiere der Welt” wird dann von 20:15 bis 21:45 der Film “Verrückt nach Knut – Ein Eisbär erobert die Welt” zu sehen sein.
Beim ARD-Spartenkanal Eins Festival nimmt man den Tod von Thomas Dörflein zum Anlass, eine “Lange Knut-Nacht” zu veranstalten und zeigt im Rahmen dessen am Samstag-Abend ab 23:45 Uhr den Film “Knut, das Eisbärbaby” und schließlich von 1:25 bis 3:05 Uhr “Knut, der Eisbärjunge”.
Der Tierpfleger Thomas Dörflein gilt als der “Ziehvater” des prominenten Eisbären aus dem Berliner Zoo. Dörflein verstarb am 22. September im Alter von 44 Jahren.
![" Majestic Hospitality on Hermosilla 2 [ With the Hard Rock Cafe facing Plaza de Colon : Paseo de la Castellana : Calle Serrano ] in the heart of Madrid "](http://www.zoogeschichten.com/wp-content/cache/6843008819_cb716d1ae8_m.jpg)






am 29. September 2008 um 12:07
Der Tierpfleger von Eisbär Knut, Thomas Dörflein, aus dem Berliner Zoo starb an einem Herzinfarkt. Dies teilte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft Michael Grunwald am Dienstag nach der Obduktion mit.
Der 44-Jährige war am Montag an seinem freien Tag überraschend in einer Wohnung in Berlin-Wilmersdorf zusammengebrochen und gestorben. Nach der gerichtsmedizinischen Untersuchung habe eine frisch gebildete Thrombose zu einer unzureichenden Blutversorgung des Herzens geführt, teilte der Sprecher weiter mit. Andere Todesursachen, insbesondere ein Fremdverschulden, seien aus medizinischer Sicht ausgeschlossen.
Die Zukunft von Berlins Zoo-Liebling Knut ist indessen offen. Um den mittlerweile etwa vier Zentner schweren Eisbären gibt es Streit. Der Tierpark Neumünster will an den Gewinnen aus dem mittlerweile 21 Monate alten Bären beteiligt werden und hat Klage beim Berliner Landgericht eingereicht. Am 19. Mai 2009 soll über die Auskunftsklage verhandelt werden. Der Zoo Neumünster beruft sich auf eine Vereinbarung, wonach ihm die Rechte an Knut und damit Anteile aus den Gewinnen zustehen, da Knuts Vater Lars aus Neumünster stammt.
Knut hatte dem Zoo einen nie dagewesenen Besucherandrang beschert. 2007 kamen mehr als drei Millionen Besucher – so viel wie noch nie in einem Jahr in der 164-jährigen Zoo-Geschichte. Der Zoo verbuchte dank seines populären Lieblings zusätzliche Einnahmen in Millionenhöhe und verbuchte eine Bilanzgewinn von 6,8 Millionen Euro.
Zunächst hatte Zoo- und Tierpark-Direktor Bernhard Blaszkiewitz erklärt, es werde zu geeigneter Zeit nach einem anderen Zoo für Knut mit passenden Bärinnen gesucht. Am Dienstag sagte der Berliner Zoo-Chef: «Wenn es nach mir geht, bleibt Knut dauerhaft hier.» Zoos aus ganz Europa werben um die Aufnahme des Eisbären.