Das Berufsbild des Tierpflegers
Zootierpfleger ist ein anerkannter Ausbildungsberuf und ein begehrter noch dazu. Doch nicht alle Bewerber haben realistische Vorstellungen, was den Alltag dieser Tätigkeit angeht. Neben den schönen Aspekten gibt es auch harte und manchmal eintönige Arbeit.
Menschen für Tiere und deren Lebensräume zu begeistern und somit von der Notwendigkeit zu überzeugen, diese zu schützen, ist das Ziel der meisten Zoos. Daran Anteil haben zu wollen ist offensichtlich der Wunsch vieler, die auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsberuf sind. Über Bewerbungen in diesem Bereich können die Zoos nicht klagen – im Gegenteil. Doch oftmals stimmen die Vorstellungen der Anwärter auf den vermeintlichen “Traumjob” nicht mit der Realität des Arbeitsalltags überein.
![" Majestic Hospitality on Hermosilla 2 [ With the Hard Rock Cafe facing Plaza de Colon : Paseo de la Castellana : Calle Serrano ] in the heart of Madrid "](http://www.zoogeschichten.com/wp-content/cache/6843008819_cb716d1ae8_m.jpg)






am 31. Juli 2008 um 23:28
Die Tiere sollen sich wohlfühlen, deshalb nimmt die Säuberung der Tierstallungen und Außengehege einen großen Teil der Zeit in Anspruch. Diese Arbeit muss täglich erledigt werden und ist nicht immer angenehm. Etwas abwechslungsreicher ist da schon die Futterzubereitung, die ebenfalls zu den routinemäßigen Aufgaben gehört. Der Tierpfleger hilft aber auch, wenn eine tierärztliche Untersuchung notwendig wird, ein Tier für den Transport in einen anderen Zoo vorbereitet wird oder Neuankömmlinge betreut werden müssen.
Die Umgestaltung der Tiergehege gehört ebenso zu seinen Aufgaben wie das Vermeiden von Langeweile. Die kann bei Zootieren schnell auftreten, weil die aufwändige Futtersuche, die sie in freier Wildbahn betreiben müssen, im Zoo wegfällt. Hierfür sind spezielle, auf die Tierart abgestimmte Beschäftigungsprogramme umzusetzen. Aber auch auf der anderen, der Besucherseite, wartet eine Aufgabe auf den Tierpfleger. Er ist gleichzeitig Ansprechpartner für interessierte Besucher, die näheres über den Zoo, die Tiere und ihr Verhalten erfahren möchten.
am 31. Juli 2008 um 23:29
Der persönliche Kontakt zu den Schützlingen nimmt oftmals nur wenig Raum im Arbeitsalltag ein. Je nach Tierart ist er einfach nicht notwendig. So gibt es beispielsweise Tiergruppen, die auch im Zoo in artgemäßen Gruppenverbänden leben und die menschliche Einflussnahme als störend empfinden. Andere hingegen sind für den Menschen regelrecht gefährlich, so dass die Kontaktaufnahme nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen erfolgen kann. Tiere “streicheln” ist daher nicht die zentrale Aufgabe von Tierpflegern.
Wem allein die Tatsache reicht, dass er für und mit Tieren arbeitet, der hat die besten Chancen, Befriedigung in dieser Tätigkeit zu finden. Positive Aspekte sind auch das selbständige Arbeiten mit großer Verantwortung, die Mitwirkung am Erhalt bedrohter Tierarten und das Erleben natürlicher Ereignisse im Leben von Tieren, wie Geburt, Aufwachsen, Elternschaft usw.
am 31. Juli 2008 um 23:29
Nicht jedermanns Sache ist der Arbeitseinsatz am Wochenende und an Feiertagen. Das trifft zwar auf die Ausbildungszeit noch nicht zu, gehört aber später zum Berufsalltag. Schließlich müssen die Tiere jeden Tag versorgt werden. Auch die Arbeit im Freien ist oft anstrengend: Egal, ob es heiß oder kalt ist, der Job muss erledigt werden. Ebenfalls nichts für Zartbesaitete ist die tierschutzgerechte Tötung von Futtertieren, wie zum Beispiel Mäuse, Ratten, Meerschweinchen, aber auch Kaninchen, Hühner und Tauben. Diese muss während der Ausbildungszeit erlernt und später eventuell täglich durchgeführt werden.