.:ZooGeschichten:.
Geschichten aus dem Zoo – Eisbärbaby Knut, Flocke und Co. …

Fernsehen und Tierpark im Doppelpass

Lemur Eyes
Geschrieben in Zoo Doku Soaps im Ersten  von reinxen am 4. Juli 2009

Tierdokus im Fernsehen boomen. Zwischen einer und 1,4 Millionen Menschen zappen regelmäßig zu den Zoogeschichten im Ersten. Auch die Tierparks profitieren von dem Erfolg. “Für uns ist das Werbung, die nichts kostet”, heißt es in der Stuttgarter Wilhelma, die Jahr für Jahr Besucherrekorde verzeichnet.

Die Poitou-Esel schauen drein, als interessiere sie der Aufmarsch der Fernsehleute nicht die Bohne. Die Faxen von Oli lassen sie allenfalls gelangweilt ihre Zotteln schütteln. Die nicht minder zottelige, grüne TV-Puppe ist Namensgeber der Sendung “Oli’s wilde Welt”, die regelmäßig im Kinderkanal Kika von ARD und ZDF ausgestrahlt wird.

Nicht nur Kinder lieben Tierdokus

Oli’s wilde Welt, Klappe, die Erste – dieser Tage ist Oli samt Puppenspieler und Kamerateam zu Dreharbeiten in der Wilhelma angerückt. In dieser Folge, die laut Südwestrundfunk (SWR) im Herbst ausgestrahlt werden soll, spielen die Poitou-Esel eine der Hauptrollen. Eisbär Wilbär, der die Wilhelma vor einigen Wochen in Richtung Schweden verlassen hat, hat diesen Part bereits hinter sich.

Tiergeschichten sind seit geraumer Zeit der Renner im Fernsehen – nicht nur bei Kindern. Die Zoo-Dokus, die die ARD täglich in seinem ersten Programm am Nachmittag ausstrahlt, haben sich zu Quotenhits entwickelt. “Giraffe, Erdmännchen und Co.“, das zurzeit den Zoo in Frankfurt in rechte Licht rückt, sahen am vergangenen Donnerstag immerhin 1,26 Millionen Menschen, was einem Marktanteil von mehr als zwölf Prozent entspricht. “Eisbär, Affe und Co.“, das Pendant des SWR in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Wilhelma, brachte es am 18.Mai gar auf 1,34 Millionen (14,2 Prozent) Zuschauer.

Zoo-Dokus machen freilich nicht nur Quote, sie bescheren den Tierparks im Gegenzug eine willkommene, weil kostenlose Werbung in eigener Sache. So verzeichnet die Wilhelma seit Jahren Rekord um Rekord bei den Besucherzahlen. Zwei Millionen Gäste pro Jahr sind im zoologisch-botanischen Garten inzwischen völlig normal. Welchen Anteil am Besucherboom der regelmäßigen TV-Präsenz zuschreiben lässt, “ist nicht messbar”, sagt Wilhelma-Direktor Dieter Jauch. “Wir haben aber das Gefühl, dass die Besucherzahlen nach der ersten Staffel von ,Eisbär, Affe und Co.‘ merklich angezogen hat.”

Für Jauch, der schon während des Rummels um den kleinen Eisbären Wilbär gerne betont hat, er wolle mediale Aufmerksamkeit nicht um jeden Preis, gibt es allerdings Grenzen. “Etwa wenn Tiere lächerlich gemacht würden. Bei einen Affen in Seppelhosen müsste ich einschreiten.” Aufgabe der Wilhelma sei in erster Linie, den Menschen die Vielfalt der Natur nahezubringen – wenn es sein muss, im Doppelpass mit einem grünen Zottel.

NDR Tiergarten: Hinter den Kulissen der Zoos im Norden

Vor eindrucksvoller Kulisse und umgeben von exotischen Tieren präsentiert das NDR Fernsehen eine bunte Mischung aus Zoogeschichten. In der Sendung gibt es mehr als 30 Geschichten aus den vielen kleinen und großen Zoos zwischen Arnheim in Holland und Rostock in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Wildpark Lüneburger Heide nimmt zwar am internationalen Zuchtprogramm für Schneeleoparden teil, trotzdem soll eine Leopardin kastriert werden. Die Parkleitung hat sich dazu entschieden, nachdem bei der Schneeleopardin ein angeborener Herzfehler diagnostiziert wurde und eine Schwangerschaft mit hohem Risiko verbunden wäre. Das vierköpfige Ärzteteam steht unter Hochspannung: Wie wird das Tier die Narkose überstehen?

Im Serengeti-Park Hodenhagen geht es für Elefantin Dyna auf eine große Reise. Der Park “La Lajita” auf Fuerteventura hat lange nach einer geeigneten Leitkuh für die geplante Elefantenherde gesucht. Die Parkchefin persönlich holt ihre Elefantendame im niedersächsischen Hodenhagen ab. Im Zoo Osnabrück sollen die Nasenbären sich ihr Futter spielerisch erarbeiten. Während die Weibchen gelassen an ihre Aufgabe gehen, entwickelt das Männchen ungeahnte Energien, um an das verpackte Futter zu gelangen.

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