Tierisch Kölsch
Tierisch Kölsch ist eine Zoo-Doku-Soap des ZDF aus dem Jahre 2006/07, von der es bisher drei Staffeln gibt. Die erste Staffel wurde vom 5. April bis 23. Juni 2006 in 49 Folgen erstmalig ausgestrahlt, die zweite Staffel lief vom 2. Oktober 2006 bis 4. Januar 2007 in 62 Folgen. Seit dem 7. Mai 2007 wird die dritte Staffel Mo-Fr ab 15:15 Uhr ausgestrahlt. Eine vierte Staffel ist in Planung.
Köln am Rhein. Hier gibt es fröhliche Menschen, einen berühmten Dom und – mitten in der Stadt – einen Zoo.
Tierisch Kölsch schaut hinter die Kulissen des Tierparks.
Der drittälteste Zoo Deutschlands hat in der Geschichte deutscher Tiergärten, in besonderem Maße aber in der Domstadt selbst, immer eine besondere Rolle gespielt. Fast 9.000 Tiere werden hier von 140 Menschen betreut – ein Mikrokosmos der besonderen Art.
In der Tradition der ARD-Serie Elefant, Tiger & Co. werden Tiergeschichten aus dem Kölner Zoo erzählt, hinter die Kulissen des Zoos geschaut sowie Mitarbeiter und bekannte Tiere des Zoos vorgestellt. Außerdem geht es um ein Auswilderungsprojekt des Kölner Zoos für gefährdete Affenarten in einem Nationalpark in Vietnam.
Zu Worte kommen der ehemalige Direktor Gunther Nogge, Theo Pagel, Direktor und ehemaliger Kurator des Zoos, der für den Zoo in Vietnam arbeitet, Studenten, die im Zoo Studien für ihre Arbeiten betreiben, Stammbesucher, die seit Jahrzehnten in den Zoo gehen, Auszubildende und die Reviertierpfleger.
Aus der Perspektive des Besuchers stellt der sympathische Präsentator Fragen an die Fachleute des Zoos, die Tierpfleger, aber auch selbst tatkräftig zupacken, wenn es um die Pflege und Versorgung der tierischen Schützlinge geht.
Von der Geburt zweier Giraffen, der wunderbaren Alten WG der beiden Orang Utan Damen Tilda und Lotti, der neuen Liebe bei den Baumkängurus, Neues aus der Elefantenherde bis hin zum Drama zwischen Ailton, dem Tapir, und drei biestigen Wasserschweinen.
Auf seine unverwechselbare natürliche Weise wird tierisch kölsch zweimal pro Woche den Zoo noch einmal aus einer ganz anderen Sicht präsentieren und den tierischen und menschlichen Protagonisten so manches Geheimnis entlocken. Eine echte Bereicherung für die Zoogeschichten aus Köln.
Es gibt mit Ruhrpott-Schnauzen, Dresdner Schnauzen, Berliner Schnauzen, Ostsee-Schnauzen und Nürnberger Schnauzen fünf weitere Zoo-Doku-Soaps des ZDF im selben Format.
Die Geschichte des Kölner Zoos
Von der Menagerie zum modernen Tierpark mit Naturschutzauftrag
Der Kölner Zoo beherbergt heute etwa 7000 Tiere bei ungefähr 700 Arten auf einem Gelände von 20 Hektar. Er genießt internationales Renommee und ist bekannt für seine erfolgreichen Erhaltungszuchten von vom Aussterben bedrohten Tieren. Bis es soweit war, mussten jedoch einige Hürden überwunden werden.
Auf Initiative des Lehrers Caspar Garthe wurde 1860 der Kölner Zoo gegründet. Die Entwicklung der Zoologischen Gärten lässt sich gerade an den Bauten im Kölner Zoo sehr gut nachvollziehen. Das älteste Gebäude, das Elefantenhaus, entstand unter der Leitung von Dr. Heinrich Bodinus (1859-1869). Es ist im maurischen Stil gestaltet. Prof. Dr. Ludwig Heck, der den Kölner Zoo zwei Jahre lang leitete (1886-1888), ließ die Seelöwenfelsen erbauen. Einen grundlegenden Wandel in der Haltung und Präsentation von Tieren im Zoo veranlasste Carl Hagenbeck in Hamburg, indem er Panorama- und Freisichtanlagen einführte. Diese Idee wurde auch vom Kölner Zoo sofort aufgegriffen und umgesetzt.
Zerstörung und Wiederaufbau
Während des Ersten Weltkrieges konnte der Kölner Zoo vor einer Schließung bewahrt werden, indem die Stadt die Mehrheit des Aktienkapitals übernahm. Das gelang während des Zweiten Weltkrieges nicht mehr. Der Zoo war völlig zerstört und musste für mehrere Jahre geschlossen werden.
Wiedereröffnet wurde er im Jahre 1947 unter der Leitung von Dr. Wilhelm Windecker (1952-1975). Die Stadt vergrößerte das Gelände auf eine Fläche von 20 Hektar. Zwischen 1957 und 1969 entstanden eine neue Eisbärenanlage, ein weitläufiger Huftierbereich, ein Raubtierhaus, eine Bärenanlage, das Giraffenhaus und vieles mehr. Beinahe jedes Jahr wurde ein neues Projekt realisiert und der Tierbestand, sowie die Artenvielfalt dadurch erweitert.
Gorilla.
Seit 1981 wird der Kölner Zoo von Prof. Dr. Gunther Nogge geleitet. Mit Hilfe des Fördervereins “Freunde des Kölner Zoos e.V.” gelang es ihm, einen lang gehegten Wunsch umzusetzen: den Bau des Urwaldhauses für Menschenaffen. Zum 125-jährigen Jubiläum des Zoos wurde es eröffnet und stellt heute eine der Hauptattraktionen dar. Außerdem arbeitet der Zoo eng mit der Universität Köln zusammen, um verschiedene Projekte zum Erhalt vom Aussterben bedrohter Tiere durch Nachzucht und Neuansiedlung zu ermöglichen.
Mit neuen Erkenntnissen über Tiere, ihre Bedürfnisse und Lebensräume entwickelt sich die gesamte Anlage weiter und perfektioniert die nachempfunden Lebensräume der Bewohner so weit als möglich. Der Kölner Zoo fühlt sich nicht nur seiner langen Tradition verpflichtet, sondern vor allem den heutigen und zukünftigen Anforderungen, die an ihn gerichtet werden.






