Panda, Gorilla & Co.
Panda, Gorilla & Co. ist eine Tier-Doku-Serie des RBB, die an den großen Erfolg von Elefant, Tiger & Co. anknüpft. In der Serie werden Geschichten aus dem Berliner Zoo und dem Tierpark Berlin erzählt.
Die 52 Folgen umfassende Reihe, die ursprünglich nur auf 40 Folgen angelegt war, bietet wie ihr Vorbild Elefant, Tiger & Co., einen Blick hinter die Kulissen und begleitet Tierarzt und -pfleger bei ihrer täglichen Arbeit. Der Sprecher Olaf Baden leiht den Geschichten von Panda, Gorilla & Co. seine Stimme.
Die Sendung wird von der DOKfilm Fernsehproduktion produziert, die Redaktion liegt bei Sabine Preuschhof. Die Regie führen Anja Hagemeier und Jana von Rautenberg. Die Folgen sind jeweils ca. 50 Min lang.
Die erste Folge wurde am 18. April 2006 und die letzte Folge am 20. Juli 2006 in der ARD erstausgestrahlt. Durchschnittlich 1,81 Millionen Zuschauer sahen die Serie. Vom 3. Januar 2008 bis zum 3. März 2008 wurde die zweite Staffel in der ARD gesendet.
Mit “Panda, Gorilla & Co.” macht der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) Berliner Zootiere und ihre Pfleger zu Fernsehstars im Ersten. Seit Oktober 2005 begeistern sympathische Tiergeschichten täglich zur Kaffeezeit das Publikum der ARD. Vierbeiner aus den Zoos von Leipzig und Münster machten bereits bundesweit von sich reden.
Für neue Folgen aus der Hauptstadt öffnet derzeit das Großunternehmen ZOO BERLIN Gatter-Tore und Gehege. RBB-Teams drehen mitten in der City, im artenreichsten Zoo der Welt, und im Tierpark Berlin, Europas größtem Landschaftstiergarten.
Zoo Berlin & Tierpark Berlin
Berlin hat gleich zwei tierische Institutionen. Sie bieten ein zuhause für “Panda, Gorilla & Co.”.
Zoo Berlin
Der Zoo Berlin ist nicht nur einer der ältesten deutschen Tierparks, sondern auch der artenreichste Zoo der Welt. Er wurde am 1. August 1844 am Rande des Tiergartens eröffnet.
Der erste öffentliche Tierpark
Im Zoologischen Garten fanden die meisten Pfaueninsel-Tiere, die der Preußenkönig Friedrich Wilhelm III für seinen Privatzoo angeschafft hatte, eine neue Heimat. Zoodirektor wurde der Mitbegründer und berühmte Afrikaforscher Martin Hinrich Lichtenstein.
Bereits 1945 erhielt der Zoo die noch heute bestehende Rechtsform einer Aktiengesellschaft.
Die schweren Anfangsjahre
Doch in den ersten 25 Jahren ging die Entwicklung des Zoologischen Gartens nur schleppend voran. Es kamen nur wenige Besucher, da der Zoo weit entfernt vom Stadtzentrum lag und es noch keine öffentlichen Verkehrsmittel gab.
Exotische Gebäude locken Besucher an
Erst Anfang der 70ziger Jahre als exotisch anmutende Gebäude wie das Antilopenhaus mit vier Minaretten, ein indisches Elefantenhaus, ein ägyptisches Straußenhaus und ein japanisches Stelzvogelhaus, sowie das berühmte Elefantentor am Eingang entstanden, wurde der Zoologische Garten populärer.
Umbau des Tierparks und Neueröffnung des Aquariums
Unter der Direktoren-Dynastie Heck erlangte der Berliner Zoo Weltruhm. Dazu trug das 1913 eröffnete Aquarium bei und der Umbau der Anlagen zu Außengehegen nach dem Vorbild des Hamburger Hagenbeck Tierparks nach dem Ersten Weltkrieg.
Die Schrecken des Zweiten Weltkriegs
Doch im zweiten Weltkrieg wurde der Zoo in Schutt und Asche gelegt. Nur 91 der 3715 Tiere überlebten den Krieg. In der durch finanzielle Nöte, Futter- und Personalmangel geprägten Nachkriegszeit organisierte die Zoodirektorin Dr. Katharina Heinroth, die Ehefrau vom Aquariumsleiter Dr. Oskar Heinroth, den Wideraufbau des Zoos. Sie ließ das Antilopenhaus renovieren, sowie ein neues Elefantenhaus und Flusspferdhaus bauen.
Naherholungsgebiet für Berliner
Unter der Leitung von Professor Dr. Heinz-Georg Klös wurde der Wideraufbau fortgesetzt und der Zoo erweitert. Es entstanden Affenhäuser, Bärenfreianlagen, ein Raubtierhaus mit Nachttierabteilung, ein Vogelhaus und ein Anbau an das Aquarium. Der Berliner Zoo wurde zum Naherholungsgebiet der Westberliner, die durch den Bau der Mauer vom brandenburgischen Umland abgeschnitten waren.
Tierische Wiedervereinigung
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands schloss der Zoo Berlin einen Kooperationsvertrag mit dem Tierpark Berlin, der 1955 in Berlin Friedrichsfelde gegründet wurde und der größte Landschaftstiergarten Europas ist.
Tierpark Berlin
Der Tierpark Berlin trägt den Beinamen “größter Landschaftstiergarten Europas”. Er wurde am 2. Juli 1955 im Schlosspark Friedrichsfelde eröffnet.
Die ersten Tiere und der erste Direktor
Damals konnten rund 400 Tiere besichtigt werden. Der Tierpark wurde kontinuierlich erweitert und heute leben knapp 10.000 Tiere auf der 160 ha Fläche. Bereits in der Aufbauphase übernahm Professor Heinrich Dathe die Leitung des Tierparks und verhalf ihm bis zu seiner Ablösung 1990 zu Weltruhm.
Anlagen für Raubtiere
Unter seiner Leitung entstanden in den Anfangsjahren die drei Felsenanlagen für Bären, die Schlangenfarm und andere große Freisichtgehege. 1958 kam das Bärenschaufenster am heutigen Haupteingang hinzu. Im Jahr 1963 wurde das Alfred-Brehm-Haus für Großkatzen und tropische Vögel eröffnet. Im Herzen des Gebäudes befindet sich außerdem ein Tropengarten.
Eine neue U-Bahn, ein neues Tor und Schloss
Seit 1973 können die Besucher den Tierpark direkt mit der U-Bahn Linie E, heute U5, erreichen. Der heutige Haupteingang wurde zwei Jahre später eingeweiht. Sechs Jahre öffneten sich die Türen des frisch restaurierten Schlosses Friedrichsfelde den Besuchern.
Das einzigartige Dickhäuterhaus
Das Krokodilhaus für Krokodile und Schildkröten wurde 1986 eröffnet. 1989 folgte das Dickhäuterhaus für Elefanten, Nashörner und Seekühe, dass wohl größte Tierpark-Bauprojekt der 80ziger Jahre. Im Dickhäuterhaus werden je eine Zuchtgruppe Asiatischer und Afrikanischer Elefanten gehalten, einzigartig in ganz Deutschland.
Neue Anlagen und ein neuer Direktor
Unter der Leitung von Dr. Berhard Blaszkiewitz, der 1991 Direktor des Tierparks Berlin wurde, entstanden weitere Anlagen, wie das Giraffenhaus (1995), das Affenhaus (2000), moderne Anlagen für Gebirgstiere (2002) sowie die Africanum-Anlagen, die die Tierwelt Afrikas beherbergen.






