Zoogeschichten
Geschichten aus dem Zoo – Eisbärbabies Knut, Flocke und Co. …

Ruhrpott-Schnauzen

Stadtwald
Veröffentlicht in   von reini am 6. August 2008

Die Zoo-Doku Ruhrpott-Schnauzen ist eine erstmals 2006 ausgestrahlte Sendung des ZDF und begleitet die Tierpfleger des Zoo Duisburg und ihre Schützlinge durch den Alltag.

Nach den Erfolgen von Elefant, Tiger & Co. in der ARD hat auch der ZDF eine Reihe familienorientierter Nachmittagssendungen aus deutschen Zoos gestartet. Im Mittelpunkt stehen alltägliche und besondere Ereignisse im Zoo Duisburg, dabei wird wie auch schon bei Berliner Schnauzen und Tierisch Kölsch auf emotionsstarke Unterhaltung und Information geachtet.

Zoo Duisburg

Eröffnet wurde der Zoo Duisburg am 12. Mai 1934. Damals hieß er Duisburg-Hamborner Tierpark. Zunächst bekamen die Besucher dort nur einheimisches Wild zu sehen, bis im Jahre 1935 das erste Aquarium im Blockhausstil eröffnete. Ein Jahr später gab es dann einen Elefanten zu bewundern. Doch lange blieb der Tierpark nicht erhalten, denn 1939 stand ihm die kriegsbedingte Schließung ins Haus. Bis 1945 war durch Kriegsereignisse schließlich kaum noch etwas von ihm übrig.

Auf ein Neues

Nach Kriegsende wurde sofort mit dem Wiederaufbau begonnen. Durch die Unterstützung aus dem Münchner Tierpark Hellabrunn, der drei Waggons Leihtiere schickte, konnte der Tierpark 1946 schließlich wieder eröffnen. Als nächstes stand die Wiederherstellung des Aquariums an, das noch heute existiert. Danach erweiterte sich der Tierbestand stetig. Elefanten-, Pinguin- und Robbenanlagen wurden errichtet. Außerdem das größte Affenhaus Europas, das dem Zoo Duisburg den Ruf als international angesehene Zuchtstation bedrohter Primaten einbringt.

Die Delfinvorführungen erfreuen sich großer Beliebtheit.

Eine weitere Besonderheit war die erste Delfin-Vorführung unter einem Tragluftzelt, die dazu führte, dass 1967 das erste massive Delfinarium Europas eröffnet wurde – das heutige Markenzeichen des Duisburger Zoos. 1978 konnte die erste Geburt eines großen Tümmlers innerhalb des Delfinariums gemeldet werden. Inzwischen leben dort zwei Walarten, die Großen Tümmler und die Tonias. Die Tonias sind eine Süßwasser-Delfinart. Mit ihnen hat der Duisburger Zoo eine Besonderheit ins Land geholt, die auch starkes Interesse bei ausländischen Forschern findet.

Der Duisburger Zoo kann als erster europäischer Tiergarten Zuchterfolge bei den Koalas vorweisen.

Im Jahr 1988 hält das “Reich der Mitte” Einzug im Zoo Duisburg. Der erste chinesische Garten eröffnet als Zeichen der Völkerverständigung und Städtepartnerschaft zu Wuhan. Seither können die Besucher Chinesische Katzenbären und seltene Mandschurenkraniche bewundern. Außerdem werden 1995 zum ersten Mal in ganz Europa Koalas im Zoo Duisburg geboren.

Der Zoo verfügt auch über andere sehr erfolgreiche Zuchtstationen, wie zum Beispiel die für Fossas. Die erste dieser seltenen madegassischen Schleichkatzen wurde 1979 im Zoo Duisburg geboren und legte so den Grundstein für die heute weltweit anerkannte Zucht dieser faszinierenden Tiere. Ebenso erfolgreich verläuft das Zuchtprogramm für die höchstbedrohten indischen Bartaffen, die 1993 ein besonders geräumiges Außengehege bekamen.

Mittlerweile zählt der Tiergarten mit rund einer Million Besuchern zu den beliebtesten Naherholungszielen der gesamten Region.

Mitten im größten Ballungsraum Deutschlands, zwischen Bergbau und Schwerindustrie ist eine einzigartige Naturinsel entstanden, auf der 2200 Zoobewohner von 45 Tierpflegern, sechs Auszubildenden und drei Tierärzten betreut werden – ein Mikrokosmos der besonderen Art.

Wenn elegante Großkatzen, Giraffen, Elefanten aber auch Vertreter der seltener in Zoos gehaltenen australischen Tierwelt wie Koalas, Wombats und Baumkängurus auf ihre Tierpfleger und wissenschaftlichen Betreuer treffen, so entstehen jeden Tag neue interessante, spannende und witzige Geschichten. Bestens geeignet für ein familienorientiertes, attraktives Nachmittagsprogramm.

Im Mittelpunkt steht der Alltag eines modernen Unternehmens mit vielfältigen Aufgaben. Wenn die menschlichen Protagonisten die Zuschauer immer wieder einen neuen und unerwarteten Blick hinter die Kulissen des sonst üblichen Zoobesuchs werfen lassen, so tun sie dies mit dem bekannten Ruhrpott-Charme.

Mit natürlicher Offenheit und hintergründigem Humor berichten sie von ihrem spannenden Arbeitsalltag mit ihren Schützlingen. Dabei werden menschliche und tierische Schicksale offenbart, überraschende und manchmal auch wundersame Begegnungen.

Was in der klassischen Tierdokumentation der Kommentar übernimmt, wird in den “Duisburger Zoogeschichten” unmittelbar von den sympathischen Tierbetreuern geleistet. Sie ermöglichen damit einen äußerst emotionalen Zugang. Mit jedem Tag werden den Zuschauern ihre Helden mehr ans Herz wachsen.

Wie schon im Berliner und Kölner Zoo setzt auch diese Doku-Soap neben emotionsstarker Unterhaltung sehr klar auf Information. Der Zuschauer soll mehr erfahren als nette Tiergeschichten. Die Aufgaben moderner Tiergartenzoologie wie Artenschutz und Ansprüche an bestmögliche, tiergerechte Haltung der Tiere fließen nebenbei immer wieder mit ein, ebenso wie Wissenswertes über die Tiere selbst, ihre natürlichen Lebensräume und Verhaltensweisen.