.:ZooGeschichten:.
Geschichten aus dem Zoo – Eisbärbaby Knut, Flocke und Co. …

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Tierdokus: Lustige Tiere aus dem Zoo sind eine sichere Bank.

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 2. Oktober 2009 []

Bei der ARD brach geradezu eine Tierdoku-Manie aus.

Kaum ein großer Zoo in Deutschland ohne eigene ARD-Doku.

Die MDR-Produktion “Elefant, Tiger & Co” läuft derzeit auch im Ersten.

Das wahre Ausmaß des Tier-Reichs der ARD zeigt aber erst der Blick in die Dritten Programme.

Da hätten wir:

“Panda, Gorilla & Co” (BR),

“Giraffe, Erdmännchen & Co” (HR),

“Eisbär, Affe & Co” (RBB),

“Nashorn, Zebra & Co” (SWR),

“Elefant, Tiger & Co” (MDR),

“Leopard, Seebär & Co” (NDR),

“Wolf, Bär & Co” (NDR),

“Pinguin, Löwe & Co” (WDR),

“Seehund, Puma & Co” (Radio Bremen).

Tierisches findet sich auch beim ZDF:

“Dresdner Schnauzen”,

“Ruhrpott Schnauzen”,

“Nürnberger Schnauzen”,

“Ostsee Schnauzen”,

“Tierisch Kölsch”

“Tierische Kumpel”.

SOS für alle Felle

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 8. August 2009 []

Neue tägliche Serie aus dem Tierheim Berlin. Im Bezirk Lichtenberg liegt eines der größten und modernsten Tierheime Europas. In dieser Stadt der Tiere kümmern sich rund 100 Mitarbeiter um das Wohl von mehr als 1000 Tieren. Ob Santos, Flecky oder Pumpel, viele Vierbeiner suchen ein neues Zuhause. Manche kommen ins Tierheim, weil ihre Besitzer gesundheitliche Probleme haben, andere, weil sie chronisch krank sind. “SOS für alle Felle” geht den Schicksalen nach – bis zum Happy End. Die Zuschauer erleben die ersten Annäherungsversuche mit dem neuen potenziellen Familienmitglied, sind beim ersten Gassi gehen, und beim Einzug auf Probe dabei. Manchmal treten bei den vermittelten Vierbeinern Verhaltensprobleme auf. Dann ist es Zeit für Hundetrainer Lars Thiemann. Er schult Halter und Hund, berät und trainiert. “SOS für alle Felle” ist auch dabei, wenn Tiere gerettet und geborgen werden …

Kampf um Knuts Millionen

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 13. Mai 2009 []

Es geht um das Fell des Bären. Der weltweit bekannte Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo hat Besucher in Massen angezogen und Millionen in die Kassen gespült. Der Streit um die Gewinne wird nun an diesem Dienstag (19.5./9.30) vor dem Berliner Landgericht ausgetragen. Rund sechs Millionen Euro soll Publikumsstar Knut im Hauptstadtzoo «verdient» haben. Der Tierpark Neumünster will davon etwas abhaben, darauf pocht Direktor Peter Drüwa mit seiner Klage. Denn Knut-Vater Lars stammt aus Neumünster und wurde an die Berliner ausgeliehen. Knut gehört laut Vertrag uns, sagt Drüwa.

Berlin sieht die Besitzrechte anders. Mehrere Einigungsversuche scheiterten – Neumünster monierte eine «totale Verweigerungshaltung» der Berliner. Hauptstadt-Zoochef Bernhard Blaszkiewitz konterte wenig fein: «Die bekommen ein paar Pinguine, und dann ist die Sache in Ordnung.» Jetzt hat das Gericht in diesem in der deutschen Zoo- Geschichte wohl einmaligen Fall das Wort. Mit der Auskunftsklage will Neumünster zunächst erreichen, dass der Berliner Zoo seine Lizenzeinnahmen durch Knut offenlegen muss, heißt es beim Gericht.

Die schroffe Ablehnung hatte Drüwa in seinem kleinen Tierpark in Schleswig-Holstein von Anfang an auf die Palme gebracht. Vielleicht nicht ohne Hintergedanken wählte er für seine Zoo-Führung im Mai das Thema: «Pinguine – eine vornehme Gesellschaft oder was?». Mit Pinguinen will er sich wohl nicht abspeisen lassen, davon haben sie in Neumünster selbst genug, hieß es. Der Tierpark brauche das Geld dringend für Renovierungen.

Seit der spektakulären Weltpremiere von Eisbär-Baby Knut am 23. März 2007 haben mehr als sieben Millionen Menschen die Attraktion besucht. Das Zoo-Ticket kostet 12 Euro. Die Bilder vom Spiel und den Schmusestunden mit seinem Ziehvater Thomas Dörflein, der im September 2008 überraschend starb, gingen um den Erdball. Der Souvenirhandel kam schnell in Schwung. Der von seiner Mutter verstoßene und mit der Flasche aufgezogene Knut wurde sogar Kino-Star.

Das Gezerre um Knut, der auch als Symbol bedrohter Tiere gilt, hat noch weitere Aspekte. Es ist zwar unstrittig, dass Zoo-Chef Drüwa in Neumünster gemeinsam mit dem niederländischen Koordinator für die europäische Eisbär-Zucht, Janos Szantho, am Ende über die Zukunft von Knut entscheiden kann. Wohin der junge Eisbär letztlich kommt oder ob er doch in der Hauptstadt bleibt, liegt nicht in der Hand von Zoo- Chef Blaszkiewitz, der Knut gerne behalten will. Drüwa setzt ganz auf das Gericht. «Wir brauchen jetzt die Entscheidung, sie ist der Schlüssel für alles weitere.» Auch Berlins Bären-Betreuer Heiner Klös hofft auf das Gericht: «Wir sind gelassen und warten ab, was vor Gericht passiert. Hauptsache ist, dass es Knut wunderbar gut geht.»

Die Haltung Knuts hat aber auch Kritik ausgelöst. Der Deutsche Tierschutzbund forderte den Stopp der Eisbärzucht, die Berliner Grünen-Abgeordnete Claudia Hämmerling nannte Knut «den einsamsten Bär der Welt in Isolationshaft». Ein Cottbuser, der im Dezember 2008 in Knuts Gehege sprang und unverletzt davonkam, sagte über sein Motiv: «Der Bär sah so traurig aus.»

Knut ist der letzte von mehreren Eisbär-Lieblingen in deutschen Zoos, der noch allein lebt. Flocke in Nürnberg hat einen russischen Partner, Lara in Gelsenkirchen ist mit Bill aus Brünn zusammen, Wilbär aus der Stuttgarter Wilhelma wird Schwede mit einem niederländischen Eisbär-Meisje, und für die neue Anlage in Hannover wurde ein Wiener Pärchen gewonnen. Ein Gerichtsprozess war in keinem Fall nötig.

Duisburger Zoo wird 75

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 13. Mai 2009 []

Zoochef Achim Winkler (47) nennt die wichtigsten Höhepunkte aus über sieben Jahrzehnten:

1934: Am 12. Mai eröffnet der Tierpark auf knapp einem Hektar Fläche. Zu den ersten Bewohnern gehörten Affen, Löwen, Ziegen, Lamas. Eintritt: 30 Reichsmark. Im Anfangsjahr kamen 300000 Besucher.
1944: Im zweiten Weltkrieg zerstören 21 Spreng- und zahllose Brandbomben den – mittlerweile acht Hektar großen – Zoo komplett. Es überleben nur ein Emu, drei Flamingos, einige Schafe und Ziegen.
• 1953: Ins neue Elefantenhaus ziehen die Asiaten „Meneki“ und „Singora“ ein.
• 1965: Erstmalig in Deutschland präsentiert der Zoo die Großen Tümmler.
• 1969: Direktor Dr. Gewalt holt die Weißwale „Moby“ und „Allua“ aus Kanada.
• 1978: Zooinspektor Lothar Reimann zieht Eisbärenbaby „Nanuk“ mit der Flasche groß. „Nanuk“ geht an der Hundeleine im Zoo spazieren, stirbt mit nur drei Jahren an einer Infektion. 1994: Beginn der Koalazucht – ein Novum in Deutschland. 15 Junge wuchsen bislang auf.
• 1995: Für 12 Millionen Mark wird das neue Delfinarium gebaut. Hier lebt heute Mann „Ivo“ mit fünf Weibchen.
• 1997: Als Einbrecher nachts ins Elefantenhaus einsteigen, erschrickt Elefantin „Zimba“ und bricht sich ihr Bein. Sie muss eingeschläfert werden.
• 2008: „Safiri“ und „Vizuri“ brachten die ersten beiden Gorillababys in der Zoogeschichte zur Welt. 2009: Mehr als eine Million Menschen besuchen den – mittlerweile 16 Hektar großen – Zoo mit seinen über 2000 Tieren in 250 Arten.

Die Zoogeschichte

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 19. April 2009 []

Das Stück
Livia Anne Richard und Markus Maria Enggist wollen ihr Freilichtprojekt durchführen – trotz Schwierigkeiten mit der Stadt Bern. «Die Zoogeschichte» heisst das Stück, geschrieben ist es vom Amerikaner Edward Albee. Richard hat das Zwei-Personen-Stück um einen Gitarristen (Hank Shizzoe) aufgestockt. Die Theaterproduktion soll vom 6.Juni bis am 31.Juli über die Bühne gehen – wenn nun auch nicht mehr über eine städtische.
Die Produktion sucht nun rund um Bern einen geeigneten Spielort. Geplant sind 25 Aufführungen.

Kulturförderung
Das Stück «Die Zoogeschichte», von Livia Anne Richard inszeniert, muss ohne öffentliche Gelder auskommen. Es sei ursprünglich geplant gewesen, ein Gesuch bei der Stadt Bern einzureichen. Doch als der Standort Schlosspark Bümpliz mündlich zugesagt wurde (siehe Haupttext), habe die Zeit nicht mehr gereicht, erklärt Richard. Die Theaterkommission der Stadt Bern entscheidet nur zwei Mal
im Jahr über die Produktionsbeiträge. «Ich mache seit Jahren Theater in Bern und habe noch nie einen Rappen gesehen», so Regisseurin Richard. Wer wolle, dass es in einem Projekt vorwärtsgehe, müsse sich der Privatwirtschaft zuwenden. «Unser Verwaltungsapparat ist hierfür zu lahm.»
Dass man erfolgreich inszenieren kann, auch mit wenig staatlichen Subventionen, beweist das Theater an der Effingerstrasse: Trotz gedrosselter Beiträge zieht das Theater viel Publikum an.

Vorhang fällt vor der Premiere

Die Narzissen leuchten in der Morgensonne, der Bärlauch dazwischen riecht knoblauchartig, während im Hintergrund der Springbrunnen im Schlosspark Bümpliz vor sich hin plätschert. Eine Oase, umrankt von Wohnhäusern. «Ein perfekter Ort», sagt Livia Anne Richard und sieht dabei nicht glücklich aus.

Die Berner Regisseurin hat hier mit ihrem Produktionsleiter Markus Maria Enggist ein Freilichttheater geplant. Beide Kulturschaffenden sind in der Stadt keine Unbekannten, feierten etwa mit dem «Dällebach Kari» auf dem Gurten Grosserfolge. Für diesen Sommer sahen sie ein «kleines, feines Theater» vor, mit drei Personen auf der Bühne – «ohne Mikrofon», so Enggist (s. Kasten).

Zwei Mitarbeitende der städtischen Gewerbepolizei gaben den Theaterprofis im März grünes Licht für ihr Projekt. Heute, einen Monat später, sehen Richard und Enggist aber rot. Der Grund: Die Stadt hat die Bewilligung unsauber abgeklärt und muss sie nun zurückziehen.

Projekt mündlich bewilligt

Dabei sah alles gut aus. Diesen Februar trafen sich Richard und Enggist mit der Gewerbepolizei am Egelsee – ursprünglich planten sie, das Freilichtspiel dort aufzuführen. Der Augenschein vor Ort aber ergab, dass dieser Platz ungeeignet war. Die zwei Theaterschaffenden nahmen daraufhin den Schlosspark in Bümpliz ins Visier. «Am 17.März hat ein Mitarbeiter der Gewerbepolizei unser Projekt definitiv bewilligt.» Enggist sagt, er habe auf eine schriftliche Bestätigung gedrängt, sei aber mit den Worten abgespeist worden: «Es ist Usus in der Stadt Bern, einen Anlass erst drei bis vier Wochen vor Beginn schriftlich zu bestätigen.»

Verträge unterzeichnet

Richard und Enggist machten sich an die Arbeit. Sie unterschrieben die Verträge mit den Künstlern, bestellten die Tribüne. Rund 20000 Franken kostet die Miete für die neun auf zehn Meter Zuschauerplätze, so der Projektleiter. Geld, das die beiden noch nicht bezahlt, aber vertraglich zugesichert haben.

Verwaltung wusste nichts

Premiere sollte am 6.Juni sein. Für die Anwohner planten Enggist und Richard einen Informationsanlass. Anfang April verteilten sie Flyer in die Briefkästen. Einen Tag später drohte ihnen ein Nachbar per Telefon mit dem Anwalt, falls sie im Sommer das Stück aufführten. Enggist kontaktierte «zu unserer Sicherheit» die städtische Liegenschaftsver-waltung. Dieser gehört das Schlossareal. Dort fiel man aus allen Wolken: Vom geplanten Freilichtprojekt in Bümpliz hatte man keine Kenntnis. Kurze Zeit später erteilte die Verwaltung den zwei Theaterleuten eine Absage. Die Gründe überzeugen die zwei Kreativen nicht: So argumentierte die Stadt etwa, der Rasen sei ungeeignet oder die Nachbarschaft könne vom Lärm belästigt werden. «Die Stadt Bern krebst wegen eines Anwohners zurück», mutmasst Richard. Den Vorwurf weist die Liegenschaftsverwaltung von sich. Das Stück überschreite die Nachtruhe von 22 Uhr nicht, so Enggist. Das Theater würde um 20 Uhr beginnen und 70 Minuten dauern – ohne Pause. «Man hat uns nicht angehört», ärgert sich Richard.

Alternative ist ungeeignet

Die Liegenschaftsverwaltung schlug den beiden eine Sitzung am 21.April vor und einen neuen Standort hinter dem Schloss. Richard pochte, erfolglos, auf ein früheres Treffen. «Der alternative Spielort ist ungeeignet», sagen Regisseurin und Produktionsleiter. Einerseits sei der Ort zu wenig intim für das ruhige Stück. Andererseits überschneidet sich der Zeitplan mit dem Schlossfest Bümpliz. «Wir müssten vor und nach dem Fest die Tribüne auf- und abbauen», sagt Enggist. Das sei logistisch und finanziell unmöglich. Die Folge: Sieben Wochen vor der Premiere müssen sich die Kulturschaffenden nach einem neuen Ort umsehen. Richard: «Wir hoffen auf Asyl in der Agglomeration.»

Nach einem scharfen E-Mail an die Behörden hat sich die Gewerbepolizei bei den zwei Theaterleuten entschuldigt. Auch gegenüber dieser Zeitung spricht Marc Heeb, Leiter der Gewerbepolizei, von einem «Fehler». Man sei nach wie vor bereit, alternative Standorte zu prüfen. Im Schlosspark sei noch nie ein solcher Event durchgeführt worden. «Wir haben fälschlicherweise angenommen, dass die Zusage des Pächters genüge.» Es sei ausserdem üblich, dass die Zusage – selbst bei Grossanlässen – erst kurz vor dem Event schriftlich erfolge. «Wenn wir aber mündlich zusagen, dann kann man sich in 99,9 Prozent der Fälle darauf verlassen.»

Das konnten Richard und Enggist nicht. Für diesen Sommer kehren sie der Stadt Bern den Rücken zu. «Das Label ‹Kulturstadt Bern› ist nichts weiteres als ein Hohn», sagt Enggist. Gestern hätte der Informationsanlass stattgefunden. Sie haben nun erneut Flyer im Quartier verteilt – um den Anwohnern abzusagen.

(Berner Zeitung)

Tiere als Anti-Depressiva

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 11. Dezember 2008 []

Als die Hysterie um den weiß-wuscheligen Fellball Knut ihren Höhepunkt erreichte, war Entertainerin und ‘Dinglisch’-Expertin Gayle Tufts hautnah dabei. ‘Ich bin ein richtiger Knut-Fan’, gesteht sie. ‘Ich war auch einer von diesen Bekloppten, die mindestens einmal in der Woche das Eisbär-Baby im Berliner Zoo besuchten.’ Mit ihrer großen Tierliebe (neben Eisbären zählen auch Elefanten zu ihren Lieblingen) war sie geradezu prädestiniert, im ersten Teil der Tier-Doku ‘Panda, Gorilla & Co. – Prominente als Tierpfleger’ (Sa., 3. Januar, 11.10 Uhr, ARD; Teil zwei und drei: 10.01., 24.01.; Erstausstrahlung im rbb: 12., 19. und 25.12.) nicht nur den Betreuern über die Schulter zu schauen, sondern auch richtig mit anzupacken. Die 48-jährige Comedienne aus Massachusetts suchte sich dafür unsere nächsten Verwandten, die Affen, aus.

Zimperlich ist Gayle Tufts nicht: Die Entertainerin traute sich gleich in das Gorilla-Gehege. ‘Ich habe sofort an ‘Gorillas im Nebel’ mit Sigourney Weaver gedacht’. Die Realität sah aber etwas anders aus: ‘Gorillas sind keine witzigen Tiere. Ich hatte richtig Ehrfurcht vor ihnen.

Vor allem bewunderte Gayle Tufts die Arbeit der Tierpfleger: Die Jungs sind auf einem hohen wissenschaftlichen Level, so ihr Urteil.

Bevor es zur ersten Begegnung zwischen ihr und Gorilla-Männchen Ivo kam, wurde sie vom Pfleger instruiert. ‘Das Wichtigste, was ich lernte: Schau einem Gorilla-Mann nie in die Augen!’ Dann betrat sie das Gehege: ‘Ich sah erst einmal nichts. Und dann, ganz plötzlich, kam über einen kleinen Hügel dieses Wesen. Er sah aus wie ein König. Diese Aura und diese Kraft, die das Tier ausstrahlte, waren faszinierend. Er kam ganz langsam auf mich zu, und ich hatte wahnsinnigen Respekt.’

Doch es dauerte nicht lange und Gayle fasste Vertrauen zu dem Tier – und entdeckte schnell Gemeinsamkeiten mit den Menschen: ‘Ivo ist ein richtiger Herrscher. Aber er ist auch Charmeur: Ich spielte mit ihm ein Spiel, bei dem ich ihm Walnüsse als Belohnung gab. Er hielt mir einen Beutel hin, und ich durfte die Nüsse dann reinlegen. Ivo ist ein bisschen wie der Oliver Kahn der Tierwelt. Einerseits aufbrausend und gefährlich, andererseits aber auch sehr nett und höflich.’ Natürlich war Ivos Betreuer immer in der Nähe, und dieser schien fast mehr Sorge um Gayle zu haben als die Entertainerin selbst: ‘Ich berührte auch mal die Hand des Gorillas. Der Tierpfleger meinte entsetzt: ‘Deine Finger könnten jetzt weg sein!’ Und ich antwortete nur: ‘Ach wirklich?!’

Ihren Muttergefühlen freien Lauf lassen konnte sie später im Orang-Utan-Gehege. ‘Ich durfte ein niedliches Baby in den Armen halten. Ich wollte dieses Orang-Utan-Baby am liebsten gleich mit nach Hause nehmen. Wir vermenschlichen die Tierwelt ja schon.’ Und so verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch die Affen, die Gayle im Berliner Zoo beobachten konnte. ‘Eines von den Tieren hat die ganze Zeit onaniert, während ich im Gehege war. Und das bei einer familienfreundlichen Sendung!’

Vor allem aber bewunderte die Entertainerin die Arbeit der Pfleger: ‘Ich war nur sechs Stunden im Einsatz und muss gestehen: Mein beruflicher Alltag ist nicht mal ein Viertel so anstrengend wie der eines Tierpflegers.’ Viel schlimmer als die knochenharte Arbeit sei aber der intensive Stallgeruch gewesen: ‘Die armen Jungs stinken so’, sagt Gayle mitleidig. ‘Sie sind zwar gut aussehende Männer, aber ich fragte sie: ‘Boys, wie bekommt ihr denn Mädchen ab? Ihr riecht ein bisschen streng!’ Und sie sagten: ‘Ja, wir müssen uns nach der Arbeit schon ordentlich abduschen, sonst wird das nichts mit den Frauen.’

Die aus Brockton im US-Bundesstaat Massachusetts stammende Wahl-Berlinerin bereiste bereits viele Orte in der Welt – und besuchte dort auch die Tierparks. Gerade in der deutschen Hauptstadt sei sie von der Ausbildung und Hingabe der Pfleger beeindruckt. ‘Im New York Central Zoo hatte ich das Gefühl, dass die Tiere leiden. Aber in Berlin sind die Tierpfleger mit Herz und Seele dabei. Sie lieben diese Tiere nicht nur, sondern sie interessieren sich auch für die Dinge um das Tier herum. Die Jungs sind auf einem hohen wissenschaftlichen Level und versuchen, die Gehege so zu bauen, dass sie der freien Wildbahn ähnlich sind.’

Trotz der harten Arbeit war der Tag im Berliner Zoo weniger Stress, denn Entspannung für die viel beschäftigte Frau. ‘Man taucht in eine andere Welt ein’, berichtet sie. ‘Man wird plötzlich ruhiger und ausgeglichener. Wozu braucht man Anti-Depressiva, wenn man Tiere hat?’ Ihr Künstlerleben mache es aber unmöglich, sich ein Haustier anzuschaffen: ‘Diesen Reisestress will ich keinem Tier antun. Aber ich wünsche mir, eines Tages einen Labrador oder Golden Retriever zu haben.’

Solange sie noch durch Deutschland tourt, bleibt ihr also nur der Gang in den Tierpark. Den Ansturm auf den Berliner Zoo kann Knut-Fan Gayle nicht nur nachvollziehen, sie sieht in der Eisbär-Manie von 2007 durchaus Positives: ‘Die Besucher wurden für diese vom Aussterben bedrohten Tiere sensibilisiert.’ Der Hauptgrund für den Rummel war aber ihrer Meinung nach ein ganz anderer: ‘Wir waren so verliebt in Knut, weil er der Underdog war. Knut war so ein bisschen wie Barack Obama: Man hoffte, dass er es schaffen würde.’

Neben Gayle Tufts sind im ersten Teil auch Frank Zander und Inka Bause als Tierpfleger zu sehen. Folge zwei zeigt Gabi Decker, Achim Mentzel und Axel Schulz. In der letzten Episode werden Matthias Platzeck, Madeleine Wehle und Jochen Kowalski bei ihrem eintägigen Praktikum im Zoo begleitet.

Zoogeschichten Schlüsselwörter: bühne, Eisbären, Elefanten, Gayle Tufts, komiker

Das Aus für Herrchen gesucht nach 33 Jahren

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 4. Dezember 2008 []

Da werden wohl alle Proteste nichts nützen: Nach 33 Jahren wird die Sendung „Herrchen gesucht“ aus dem Fernsehprogramm des Hessischen Rundfunks (HR) verschwinden. Wegen der schlechten Einschaltquote wird die Kultsendung am Samstag (6. Dezember) zum letzten Mal ausgestrahlt – trotz der Proteste von Fans und Tierschützern. „Alle wollen die Sendung behalten, aber keiner will sie schauen“, sagt HR-Sprecher Tobias Häuser.

Angefangen hatte die Geschichte der Tiervermittlung im HR 1975 als siebenminütiger Pausenfüller. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Sendung zu einer der erfolgreichsten im „Dritten Programm“ und verzeichnete teilweise zweistellige Einschaltquoten. Doch davon ist „Herrchen gesucht“ mittlerweile weit entfernt. „Die Einschaltquote in diesem Jahr lag bei durchschnittlich 3,9 Prozent“, sagt HR-Fernsehdirektor Manfred Krupp. Zeitweise hätten sogar nur 1,2 Prozent der Zuschauer die wöchentliche Sendung gesehen. Vor allem an die ARD und Vox, die beide Tier-Doku-Soaps anbieten, habe die Sendung Zuschauer verloren.

In der Sendung können Tierschutzorganisationen aus Hessen und angrenzenden Regionen einige ihrer Schützlinge – Hunde, Katzen und Kleintiere, gelegentlich auch Enten, Gänse, Pferde, Esel, Schweine, Schafe und Ziegen – vorstellen, um für sie via Bildschirm ein neues Zuhause zu suchen.

Der Niedergang von „Herrchen gesucht“ begann laut Krupp ausgerechnet zum Zeitpunkt des größten Erfolges. Als die damalige Moderatorin Barbara Siehl vor sechs Jahren zweistellige Einschaltquoten verzeichnete, forderte und erhielt die Redaktion einen Sendeplatz am Samstagabend. „Von da an ging es mit der Sendung sukzessive bergab“, sagt Fernsehdirektor Krupp.

Nicht zuletzt, weil die beliebte Moderatorin die Sendung Mitte 2005 nach 30 Jahren abgab. „Frau Siehl ist ganz klar eine Identifikationsfigur und war für viele Zuschauer ein Einschaltmotiv“, räumt Krupp ein. Da half es auch nichts, dass Siehls Nachfolgerin und aktuelle Moderatorin Miriam Deforth ein Casting gegen zwölf Mitbewerberinnen gewonnen hatte.

Durch mehrfaches Verschieben des Sendeplatzes versuchte der HR dann vergeblich, „Herrchen gesucht“ aus dem Quotentief zu holen. Doch gerade das war nach Ansicht von Mike Ruckelshaus, Geschäftsstellenleiter des Bundes gegen Missbrauch der Tiere (bmt), ein Fehler. „Die häufige Sendeplatzverschiebung war Gift für die Sendung“, glaubt Ruckelshaus. Er fordert den Erhalt von „Herrchen gesucht“ auf dem früheren Sendeplatz am Montag und mit einem neuen Konzept. Da der Tierschutz als Staatsziel verankert sei, stehe „der HR als öffentlich-rechtlicher Sender in der Pflicht, die Sendung zu erhalten“.

Die Sendung sei eine Plattform gewesen, um zu zeigen, dass schwer vermittelbare Tiere „keine Beißmaschinen“, sondern ganz friedliche Hunde seien, betont der Tierschützer. Durch die Einstellung von „Herrchen gesucht“ befürchtet Ruckelshaus auch negative Auswirkungen auf den Tierschutz in Hessen.

Vor knapp drei Wochen protestierten rund 150 Tierschützer vor dem HR für den Erhalt der Sendung und erhielten dabei unverhofft prominente Unterstützung: Fernsehmoderatorin Sonya Kraus, die ihren ersten Hund selbst über die Sendung bekommen hatte, bot an, „Herrchen gesucht“ ein Jahr lang kostenlos zu moderieren – und das in ihrem kürzesten Rock, wie die Blondine hinzufügte. Der HR reagierte auf die Offerte nicht.

Fernsehdirektor Krupp räumt ein, dass ihm „Herrchen gesucht“ sehr wohl am Herzen liege und die Reaktionen der Fans in mehr als 1000 Anrufen und Briefen teilweise „sehr heftig“ gewesen seien. Unter anderem sammelten Tierschützer mehr als 10.000 Unterschriften zum Erhalt der Tiervermittlungssendung. „Selbst meine Tochter hat gesagt, die Sendung dürfe nicht eingestellt werden, aber selbst schauen will sie sie auch nicht“, sagt Krupp. Und so wird „Herrchen gesucht“ am 6. Dezember wohl trotz aller Proteste letztmalig über die Bildschirme flimmern.

Zoogeschichten Schlüsselwörter: gesucht, Herrchen

Wächter der Wüste

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 21. November 2008 []

Öko ist in, das Bewusstsein der Menschen wird grüner – das könnte man zumindest im Kino glauben. Dort feierten zuletzt Naturdokus fast schon unheimliche Erfolge. Insekten, Zugvögel, Pinguine, Meeresbewohner und der Rundumschlag ‘Unsere Erde’ – mit 3,7 Millionen Besucher erfolgreichster Dokumentarfilm aller Zeiten: Das Kinopublikum hat die vielfältige Schönheit des Lebens auf dem Blauen Planeten entdeckt.

Mit ‘Wächter der Wüste’ bekommt nun eine Tierart einen eigenen Film, die in den Zoos ohnehin zu den Lieblingen gehört: die Erdmännchen. Der Kinoerfolg der kleinen Mangustenart scheint also programmiert.

Spektakuläre Aufnahmen und dramaturgische Finesse: Das BBC Natural History Team versteht sein Handwerk. Die Macher von ‘Unsere Erde’ stehen auch hinter der Erdmännchen-Doku und begleiten eines der Tiere durch den Alltag in der Kalahari-Wüste: Die Wahl eines Protagonisten ist ein durchaus geschickter Schachzug, um das Publikum in den Film einzubeziehen.

Kolo heißt der putzige Fellzwerg und wird von seiner Geburt an beobachtet: beim Aufwachsen, im Unterricht und seinen täglichen Streifzügen durch die nicht ganz ungefährliche Steppe.

Natürlich kommt dabei, wie man es von der BBC gewohnt ist, modernste Technik zum Einsatz. Um die Erdmännchen, übrigens eine äußerst gesellige Tierart mit starker Familienbindung und Sozialgefüge, auch im Bau zu verfolgen, wurden eigens Infrarot-Kameras entwickelt.

Regisseur James Honeyborne baute in den sieben Monaten Drehzeit eine intensive Beziehung zu seinen Erdmännchen auf.

Außerdem setzte Regisseur James Honeyborne während der siebenmonatigen Dreharbeiten spezielle Hubschrauberkameras ein, mit deren Hilfe er aus einem Kilometer Entfernung ungestört drehen konnte. Die Bilder werden in der deutschen Fassung von Rufus Beck kommentiert, der als Erzähler durch die spannende Lebensgeschichte des Erdmännchens Kolos führt.

Zoogeschichten Schlüsselwörter: bbc, dokumentarfilm, erdmännchen, großfamilie, ins kino film beobachtet, kommt, niedlichkeitsgarantie, wächter, wüste

Zoo-Attacke auf Jenny Elvers-Elbertzhagen

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 23. September 2008 []

Seit geraumer Zeit müssen die Zoo-Insassen dieser Republik Sonderschichten für die Fernsehsender dieser Republik schieben. Man benötigt die possierlichen Tierchen aller Arten für zahlreiche Doku-Soaps, für Tierarzt-Serien und neuerdings auch für Comedy-Formate. Nur wenige von ihnen können dem Beispiel von Knut, dem Eisbären folgen und Ruhm und Ehre einheimsen. Die Mehrheit fristet stattdessen ein Schattendasein und wird für seine darstellerischen Künste in qualitativ zunehmend fragwürdigeren TV-Formaten nicht einmal angemessen entlohnt.

Dass in jüngster Zeit vermehrt B-Prominente auf die Tiere losgelassen werden, war nun einem Vertreter des Leipziger Zoos offenbar zu viel: Ein Marabu biss kräftig zu, als ihm Jenny Elvers-Elbertzhagen in die Quere kam. Der zur Familie der Störche gehörende Stelzvogel verletzte die Schauspielerin an der Hand.

Das Drama ereignete sich während der Dreharbeiten zur dritten Staffel der ARD-Produktion “Tierärztin Dr. Mertens”, in der Jenny Elvers-Elbertzhagen in ihrer Rolle als intrigante Tierarzt-Assistentin auf ziemlich viele verschiedene Tierdarsteller trifft. Die nächste Bewährungsprobe wartet bereits auf die nicht ernsthaft verletzte Blondine – die Begegnung mit einem Braunbären: “Ein Braunbär ist ein wirklich großes Tier”, berichtete sie einem Vertreter der Deutschen Presse-Agentur. “Wenn man ihm direkt und ungeschützt gegenüber steht, ist er wirklich sehr furchteinflößend.”

Zoogeschichten Schlüsselwörter: Elvers-Elbertzhagen, Jenny, Zoo-Attacke

Nachwuchs im Beutel – Känguruh Zoo-Geschichten

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 22. September 2008 []

Anfang August, sagt Reviertierpfleger Christian Möller, habe er den Nachwuchs erstmals erblickt. Nach 33 Tagen als Embryo im Mutterleib hatte sich das zwei Fingerglieder kurze Geschöpf vom Geburtskanal aus auf Wanderschaft begeben: an einer von Mutti aufs Fell geleckten Spur nach oben in den Beutel. Dort saugt sich das Baby dauerhaft an einer Zitze fest – bis sie nach einigen Wochen das erste Mal frische Luft schnappen. In Kürze wird der Nachwuchs seinen ersten Sprung nach draußen wagen, später ganz im Freien leben. Wenn er dann zum Trinken den Kopf zurück in Muttis Beutel steckt, kann er einem Geschwister “Guten Tag!” sagen. Känguru-Frauen sind Supermütter – sie haben drei Kinder gleichzeitig: einen Embryo im Bauch, ein Jungtier im Beutel und eins draußen bei Fuß.

Aber wer über Kängurus redet, spricht selten vom Kinderkriegen, vielmehr vom Boxen. Früher wurden den Tieren in Zirkussen sogar Boxhandschuhe übergezogen. Bei den ritualisierten Kämpfen richten sich die bis zu 80 Kilo schweren Männchen auf und schätzen die Stärke des Gegners ein. Kommt es zum Kampf, nehmen sich beide mit den Vorderbeinen in einen Klammergriff und treten aufeinander ein. “Thai-Boxen”, sagt Zoo-Kurator Ragnar Kühne.

Kängurus stammen aus Australien, worüber der Reiseschriftsteller Bill Bryson ein witziges “Frühstück mit Känguru” verfasst hat. Schließlich gibt es mehr als 60 Arten und Millionen Exemplare, wenngleich tausende als Verkehrstote die Straßen durchs Outback säumen. Manche Australier ziehen verwaiste Jungtiere auf und nennen sie Skippy – nach einem Busch-Känguru, das 1967 erstmals downunder über den Bildschirm hüpfte. Viele andere landen im Kochtopf. Auch die Berliner Gastronomie bietet Kängurufleisch an, allerdings nicht das Restaurant im Zoo. Die Besucher, so Kühne, seien in die lebenden Exemplare vernarrt.

Vier Kängurus sind zu sehen: Männchen Sydney führt das Rudel der drei Weibchen an. Und er taxiert den Reviertierpfleger. Doch Möller ist größer. Noch. Rote Riesenkängurus gelten als die größten lebenden Beuteltiere und sind aufgerichtet 1,80 Meter hoch. Rot deswegen, weil die Männchen zur Paarungszeit ein rötliches Sekret entwickeln und damit sich und ihre Partnerinnen eincremen. Auf eine weitere erotische Attraktion weisen männliche Besucher gerne laut hin: dass die Männchen ihre Hoden vor dem Penis tragen. Beutelneid, wer weiß? Ins Schwitzen bringt der Anblick kein Weibchen. Wird einem Känguru heiß, leckt es sich ab und lässt die Flüssigkeit verdunsten. Auf Spuckebasis, ohne Wodka und Rum. ‘Flying Kängurus’ serviert man nur in Cocktail-Bars.

Zoogeschichten Schlüsselwörter: Känguruh, Zoo-Geschichten

Interesse an Eisbären ungebrochen

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 27. August 2008 []

Lange Menschenschlangen sieht man vor dem Eisbärengehege in der Wilhelma keine mehr. Haben die Stuttgarter also das Interesse an Wilbär verloren? Keineswegs. “Das hängt in erster Linie mit dem Umzug in das größere Becken zusammen”, erklärt Wilhelma-Sprecherin Isabel Koch. Seine ersten Schwimmversuche unternahm Wilbär noch im kleineren der beiden Eisbärengehege. Dort mussten sich die Schaulustigen vor eine etwa fünf Meter breite Scheibe drängen. Vor zwei Monaten ist er zusammen mit Mutter Corinna umgezogen.

Der getrennt lebende Vater Anton musste ins kleinere Becken. Nun verteilen sich die Wilbär-Beobachter entlang einer 40-Meter-Glasscheibe. Außerdem haben die Besucher nicht mehr nur vier Stunden, sondern den ganzen Tag Zeit, um einen Blick zu erhaschen.

Auch ohne Warteschlangen zählte das Zoopersonal an den ersten Wochenenden der Sommerferien pro Tag bis zu 15.000 Besucher. Genauso viele wie in den ersten Wochen der Wilbär-Show. Das ungebrochene Interesse am Eisbärenjungen macht sich an der Kasse bemerkbar. Bis Ende Juli hat die Wilhelma 45.000 Tages- und 4000 Jahreskarten mehr verkauft als im selben Zeitraum des Vorjahres, was bis dahin das Rekordjahr in der Zoogeschichte war.

“Sicherlich ist Wilbär für einen Teil dieses Zuwachses verantwortlich”, sagt Fritz Korherr, Verwaltungsleiter der Wilhelma. Wie viel dieser Anteil ausmacht, kann er aber nicht sagen. Jedenfalls sind die Einnahmen aus dem Eintrittskartenerlös gegenüber Juli 2007 von 6,3 Millionen Euro auf mehr als sieben 7 Millionen Euro gestiegen. Dies entspricht einem Wachstum von mehr als zehn Prozent.

Auch mit dem Merchandising-Geschäft ist Korherr zufrieden. Bislang nahm die Wilhelma damit etwa 60.000 Euro ein. Manche der Wilbär-Produkte kommen dabei deutlich besser an als andere. Von den Nudeln wurden bislang schon mehr als fünf Tonnen verkauft, auch das Buch zum Bär ist sehr beliebt. Mehr als 5000 Stück gingen über die Ladentheke. Hingegen entpuppten sich die Poster und Daumenkinos eher als Ladenhüter.

Das kann Christoph Lang, Juniorchef der gleichnamigen Bäckerei-Kette, bestätigen. “Wir haben nur etwa zehn Prozent von den Postern und Daumenkinos verkauft, die uns der Hersteller geschickt hat.” Der Verkauf des eigenen Wilbär-Müsliriegels ist hingegen erfolgreicher. In den 80 Filialien wurden bislang 4500 Stück verkauft.

Jeweils ein Zehntel des Verkaufspreises der Wilbär-Produkte gehen als Lizenzgebühren an die Wilhelma. Davon muss die Wilhelma zehn Prozent an die mit dem Wilbär-Marketing beauftragte Agentur Stuttg-Art abgeben. Die Auftragsvergabe sorgte im Frühjahr für Aufsehen, da die Geschäftsführerin der Agentur, Karin Graf, die Lebensgefährtin von Flughafen-Chef Georg Fundel ist, der zugleich dem Wilhelma-Freundeskreis vorsitzt. An der Wilbär-Vermarktung dürfte die Agentur mit Basishonorar und dem Anteil an Lizenzgebühren bislang etwa 17.000 Euro verdient haben.

Für die Einnahmen aus dem Merchandising hatte Wilhelma-Chef Dieter Jauch im Frühjahr als Zielvorgabe die Summe von 100.000 Euro formuliert. Nun geht er davon aus, “dass wir unser Ziel bis zum Jahresende auch erreichen”. Seine Prioritäten liegen aber nach wie vor woanders. “Ein gesundes Bärchen ist mir am wichtigsten.”

Peking verbietet Restaurants Hundefleisch während der Dauer der olympischen Spiele

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 11. August 2008 []

Olympia 2008 Peking

Peking verbietet Restaurants Hundefleisch

Die Behörden streichen den offiziellen Gaststätten die in China beliebten Hundegerichte von der Speisekarte. Anderen Restaurants wird der Verzicht auf Hundefleisch “stark empfohlen”.
Peking will für die Zeit der Olympischen Spiele Hundefleisch von den Speisekarten der Stadt verbannen. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua haben die Behörden den 112 offiziellen Restaurants für die Olympischen Spiele verboten, Hundefleisch anzubieten. Bei Verstößen drohen nicht näher spezifizierte Strafen. Anderen Gaststätten werde der Verzicht auf die umstrittene Zutat “stark empfohlen”. Der Bann soll bis September gelten.

Über ein Hundefleisch-Verbot war bereits kurz nach Vergabe der Olympischen Spiele an Peking nachgedacht worden. Da immer mehr Chinesen Hunde als Haustiere halten, nimmt auch die Zahl der Gegner des Hundefleisch-Verzehrs seit einigen Jahren zu. Nach Angaben der “Shanghai Daily” forderten die Olympia-Organisatoren die Gaststätten auf, zu berücksichtigen, dass der Verzehr von Hundefleisch in vielen Ländern der Welt als Tabu gilt.

In Anwendungen der traditionellen chinesischen Medizin soll die Verwendung des Fleischs aber weiter erlaubt sein, muss auf den Verpackungen aber deutlich vermerkt werden, berichtete Xinhua. Nach chinesischer Auffassung hilft Hundefleisch bei Bluthochdruck.

Die Tourismusbehörde empfahl dem Gaststättenpersonal, die Liebhaber der teilweise als Delikatesse angesehenen Fleischsorte “geduldig” auf andere mögliche Gerichte hinzuweisen. “Konflikte sollten vermieden werden”, sagte Xiong Yumei, Vizedirektorin des städtischen Fremdenverkehrsamts.

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Das ideale Familienfernsehen – Tier-Doku-Soaps

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 3. August 2008 []

Es menschelt so schön

Der Mensch formt sich das Tier nach seinem Bilde. Es soll auch fernsehen. Die DVD “Fernsehen für Hunde”, im Internet für etwas mehr als 20 Euro zu erwerben, zeigt zur Beruhigung der vorübergehend allein gelassenen Lieblinge eine Stunde lang Hundeschnauzen aller Rassen und Couleur. Der Produzent, die Kasseler Firma Limox, weist vorsorglich darauf hin, dass er keine Haftung für die Reaktionen des Hundes übernimmt.

Umgekehrt ist es ganz ähnlich. Das Fernsehen für Menschen zeigt auch gerne Hundeschnauzen, und Haftung für die Reaktionen des Zuschauers übernimmt auch niemand. Tiere gehen immer gut, dieser Merksatz für alle Medienschaffenden gilt mehr denn je. Kein Tag ohne Zoobesuch, kein Tag ohne Tierärzte und Tierpfleger, kein Tag ohne Dokusoaps, Magazine und Tierfilme.

Das Fernsehen hat sich schon immer für Tiere interessiert, freilich mit wechselnden Formaten, Erzählformen und mit wechselndem Erfolg. Besonders gerne erzählt das Fernsehen zurzeit von wilden Tieren, die in der Nachbarschaft leben. Zoo-Dokusoaps haben die Sendeplätze für Tierdokumentationen erobert, im vergangenen Jahr bei der ARD und seit März auch im ZDF.

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Tier-Doku-Soaps

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 1. August 2008 []

Tier-Doku-Soaps – Authentisch – mit einem Augenzwinkern

Zeit für authentische Alltagsgeschichten von Menschen und Tieren im Zoo und den mit einem Augenzwinkern kommentierten Blick des Fernsehens hinter die Kulissen eines Tierparks.

Nichts wird gestellt, nichts nachgedreht. Was passiert, fängt die Kamera ein – und manchmal auch nicht. Längst ist die Tier-Doku-Soap für viele Zuschauer zu einem festen Bestandteil des Nachmittags geworden.

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Zoo Videos

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 1. August 2008 []

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Das Berufsbild des Tierpflegers

Veröffentlicht in Allgemein  von reinxen am 31. Juli 2008 []

Zootierpfleger ist ein anerkannter Ausbildungsberuf und ein begehrter noch dazu. Doch nicht alle Bewerber haben realistische Vorstellungen, was den Alltag dieser Tätigkeit angeht. Neben den schönen Aspekten gibt es auch harte und manchmal eintönige Arbeit.

Menschen für Tiere und deren Lebensräume zu begeistern und somit von der Notwendigkeit zu überzeugen, diese zu schützen, ist das Ziel der meisten Zoos. Daran Anteil haben zu wollen ist offensichtlich der Wunsch vieler, die auf der Suche nach einem geeigneten Ausbildungsberuf sind. Über Bewerbungen in diesem Bereich können die Zoos nicht klagen – im Gegenteil. Doch oftmals stimmen die Vorstellungen der Anwärter auf den vermeintlichen “Traumjob” nicht mit der Realität des Arbeitsalltags überein.

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